Veränderung der Leitbörsen: 02.01.2017 – 21.02.2017

USA – Positiv

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Auftrieb erhielt die Wall Street durch positive Auftrags- und Arbeitsmarktdaten. Die neue US-Regierung plant, die Steuern zu senken und wachstumshemmende Regulierungen zu beseitigen. Der Anstieg der Aktien­bewertung deutet jedoch darauf hin, dass die positive Entwicklung teilweise in den Kursen eingepreist ist.

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— Thomas Schüßler

Lateinamerika – Uneinheitlich

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Die Erholung an den Märkten knüpfte an die Rally des Vorjahres an. Während das wirtschaftliche Umfeld insgesamt noch wenig Dynamik versprüht, steigen die Erwartungen vor allem in Brasilien und den Andenstaaten. Weiter nördlich, in Mexiko, trübt noch das belastete Verhältnis zur neuen US-­Regierung die Aussichten.

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— Luiz Ribeiro

Afrika – Erholt

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Die Normalisierung in Ägypten schreitet voran: Nach der drastischen Abwertung des ägyptischen Pfunds 2016 erholen sich die Aktienkurse, und auch die Währung hat sich wieder deutlich stabilisiert. Dies ruft vermehrt Interesse bei alten wie neuen Investoren an diesem Wachstumsmarkt mit 90 Millionen Einwohnern hervor.

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— Sebastian Kahlfeld

Europa – Solide

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Die Unternehmenszahlen für das vierte Quartal 2016 stimmen positiv. Entsprechend wurden die Gewinnprognosen für 2017 angehoben. Die bevorstehenden Wahlen in den Niederlanden und Frankreich sorgen aber für Unsicherheit. Klärt sich die politische Lage, könnte sich der moderate Kursanstieg beschleunigen.

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— Britta Weidenbach

Asien – Freundlich

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Der ordentliche Jahresstart fußt vor allem auf stabileren Wirtschaftsdaten und der Aussicht auf eine positive Berichtssaison. Für viele Regierungen steht weiterhin die Förderung eines nachhaltigen Wachstums im Fokus. Vor allem eine gute Entwicklung des Binnenkonsums könnte unterstützend wirken.

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— Andreas Wendelken

Rentenmärkte

Joern Wasmund:

Joern Wasmund: Global verantwortlich für den Bereich Anleihen

Gegenwind

Das Ergebnis der US-Wahl brachte die Anleihemärkte ins Wanken. Langlaufende US-Treasuries kamen kräftig unter Druck. Auch zinssensitive Unternehmensanleihen hoher Qualität verloren deutlich. Ausgelöst wurde der Abverkauf durch die Ankündigung der US-Administration, die Wirtschaft durch gewaltige Konjunkturprogramme anzuschieben. Geht der Plan auf, steigt die staatliche Kapitalnachfrage und das höhere Wachstum dürfte die US-Notenbank zwingen, die Leitzinsen zügiger zu erhöhen. Das Ergebnis: steigende Zinsen und fallende Kurse am US-Anleihemarkt. US-Hochzinsanleihen entwickelten sich wegen der hohen Zinsaufschläge in den ersten drei Monaten nach der US-Wahl gegen den Trend positiv. Zudem sollte ein höheres Wachstum zu geringeren Ausfallrisiken führen, was positiv für die Kurse wäre. Zehnjährige Bundesanleihen tendierten hingegen seitwärts.


Minus überwiegt

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In jeweiliger Heimatwährung (bei Staatsanleihen aus Schwellenländern in US-Dollar). Quellen: Thomson Reuters Datastream, S&P Dow Jones Indices LLC, Stand: 21.02.2017