Christian Reiter: Fondsmanager des Deutsche Floating Rate Notes

Christian Reiter: Fondsmanager des Deutsche Floating Rate Notes

Deutsche Floating Rate Notes

„Flexibel mit Floatern“

Herr Reiter, was verbirgt sich hinter dem Fondsnamen?

Christian Reiter: Floating Rate Notes, kurz Floater, sind Anleihen mit variabler Verzinsung, die an einen Referenzzinssatz gekoppelt ist. Wir orientieren uns an der Verzinsung von Dreimonatsanlagen auf dem Euro-Geldmarkt. Mit unserem Fonds steht Investoren mit einem Anlagehorizont von mehr als einem halben Jahr ein Instrument zur Verfügung, das einen gesunden Mix aus Liquidität beziehungsweise Verfügbarkeit und Renditechancen und dabei Schutz vor steigenden Zinsen bietet. Oder umgekehrt: Anleger können mit Floatern dank variabler Verzinsung von steigenden Zinsen profitieren.

Hat der Fonds ein Ertragsziel?

Reiter: Wir streben eine von Zins- und Währungsschwankungen weitgehend unabhängige Wertentwicklung in einer Größenordnung von 0,30 bis 0,60 Prozentpunkten über einer Dreimonatsanlage auf dem Euro-Geldmarkt an. Wohlgemerkt, das ist unser Ziel, eine Garantie können wir nicht geben.

Woher kommt der Ertrag angesichts von teilweise sogar negativen Zinsen?

Reiter: Den Zusatzertrag holen wir uns in erster Linie über den Renditeaufschlag (sprich den Kreditprämien) bei Floating Rate Notes, die von Unternehmen begeben werden. Banken sind die aktivsten Emittenten. Wir sehen aber den Trend, dass auch Unternehmen vor allem der Branchen Konsum, Pharma und Automobil aktiv werden. Dem tragen wir Rechnung und haben das Fondsvermögen breiter über mehrere Sektoren gestreut.

Wie ist der Fonds grundsätzlich strukturiert?

Reiter: Wir agieren global, wobei wir Währungsrisiken ausschließen wollen; in Fremdwährung denominierte Anleihen sind folglich nahezu vollständig gegen Wechselkursschwankungen abgesichert. Ein weiterer Sicherheitsaspekt: Wir investieren mindestens 95 Prozent des Fondsvermögens in Anlagen mit als gut bis sehr gut eingeschätzter Bonität. Das sind Emissionen beziehungsweise Emittenten, denen die Rating-Agenturen ein Investment Grade zusprechen. Zwecks Ertragssteigerung, bei überschaubarem Risiko, können wir in geringem Maße höher verzinsliche Anlagen schwächerer Bonität nutzen. Die durchschnittliche Zinsduration, das heißt der Zeitraum der Zinsfestschreibung der Anleihen im Fonds, bewegt sich zwischen null und zwölf Monaten, die durchschnittliche Kreditduration, das heißt die Restlaufzeit der Anleihen, beträgt bis zu drei Jahre.

Wo finden Sie interessante Investitionsmöglichkeiten?

Reiter: Floater sind derzeit sehr begehrt, und wir freuen uns seit Jahren über stetige Mittelzuflüsse. Die investieren wir vorzugsweise auf dem Primärmarkt, der teilweise interessante Neuemissionen mit Zusatzrenditen bietet.

ISIN: LU0034353002, Kurs (31.01.2017): 85,10 €
Fondsvolumen: 3 233,7 Mio. €
Ausgabeaufschlag: 1,0 %
DWS-Risikoklasse: 1 von 4

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DWS European Opportunities

Chancen aus der zweiten Reihe

Günstig in die Offensive. Fondsmanager Philipp Schweneke sucht – und findet – Ertragschancen im Segment der europäischen Nebenwerte: Small Caps mit einer Marktkapitalisierung von bis zu rund zwölf Milliarden Euro und Mid Caps mit einem Börsenwert von bis zu 40 Milliarden Euro. Die „Kleineren“ verzeichneten in den vergangenen Monaten eine erfreuliche Wertentwicklung, nicht nur getragen von der vorübergehenden Euphorie angesichts Donald Trumps „neuer“ Wirtschaftspolitik.

Ohnehin haben sich die konjunkturellen Perspektiven teilweise überraschend verbessert; diverse Indikatoren signalisieren eine robuste Wirtschaft und gestiegene Erwartungen der Marktteilnehmer – mithin ein gutes Klima für europäische Nebenwerte, das durch den gesunkenen Außenwert des Euro noch angenehmer wird.

Hinzu kommt: Im Vergleich mit hochkapitalisierten Aktien ist die Bewertung von Titeln aus der zweiten Reihe derzeit attraktiv. Insbesondere Small Caps erscheinen auf Basis des Kurs-Gewinn-Verhältnisses so günstig wie seit der Finanzkrise 2009 nicht mehr. Der Fondsmanager hat dem Konjunkturoptimismus Rechnung getragen, indem er die Defensive gelockert und mit zyklischen Qualitätsaktien, zum Beispiel Stahlwerten, in die Offensive gegangen ist.

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ISIN: DE0008474156, Kurs (31.01.2017): 303,21 €
Fondsvolumen: 906,6 Mio. €
Ausgabeaufschlag: 5,0 %
DWS-Risikoklasse¹: 3 von 4

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¹Bitte lesen Sie auch die Risikohinweise im Impressum.

 

Deutsche Nomura Japan Growth

Gute Perspektiven

Wert schlägt Wachstum. Der Fonds, gemanagt vom Deutsche-AM-Partner Nomura, konnte in den vergangenen Monaten nicht ganz mit dem breiten japanischen Aktienmarkt mithalten. Der Hauptgrund: An der Börse in Tokio liefen werthaltige beziehungsweise Value-Aktien den Wachstums- beziehungsweise Growth-Titeln voraus. Und Letztere bilden den Schwerpunkt des Fondskonzeptes. Der Vorsprung von Value gegenüber Growth zeigte sich besonders ausgeprägt bei Bankaktien, die aufgrund begrenzter Wachstumsperspektiven nur bedingt für den Fonds infrage kommen. Allerdings erschien dem Fondsmanagement das Kurssteigerungspotenzial bei zahlreichen Unternehmen vornehmlich aus zyklischen Sektoren als ausgereizt, vor allem wegen nach oben revidierter Gewinnerwartungen. Deshalb nahm das Fondsmanagement zuletzt gern auch mal Gewinne mit.

Nach Einschätzung der Nomura-Experten sollte der japanische Aktienmarkt an die guten Ergebnisse der Vorjahre anknüpfen können. Dafür sprächen eine – im internationalen Vergleich – günstige Bewertung, gesunde Bilanzen und reichlich Kasse bei den Unternehmen sowie eine robuste Verfassung von Nippons Wirtschaft. Unabdingbar sei aber eine Fortsetzung der politischen Reformen, insbesondere im Gesundheits- und Sozialbereich.

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ISIN: DE0008490954, Kurs (31.01.2017): 53,44 €
Fondsvolumen: 92,3 Mio. €
Ausgabeaufschlag: 4,0 %
DWS-Risikoklasse¹: 4 von 4

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Deutsche Invest I Global Emerging Markets Equities

Starkes Comeback

Klimaverbesserung. Für Schwellenländer-Aktien war das Jahr 2016 das erste seit 2012 mit positivem Ergebnis. Mehr noch: Nimmt man die entsprechen MSCI-Indizes als Maßstab, wurden zudem die Börsen der entwickelten Länder „geschlagen“. Stärkste Länder im Emerging-Markets Universum waren 2016 Brasilien und Russland, wobei ein Großteil der Wertsteigerung auf einen stärkeren Real und Rubel zurückzuführen ist. In Brasilien hatte sich das Investitionsklima nach der Präsidentenwahl deutlich verbessert; die Börse in Moskau profitierte insbesondere von der Erholung der Rohstoffpreise. Das Fondsmanagement hatte rechtzeitig auf das Comeback beider Länder gesetzt und einen Schwerpunkt auf Energie- und Rohstoffwerte gelegt. Als gute Entscheidungen erwiesen sich auch die Betonung zinssensitiver Bereiche wie Finanzwerte sowie die Umschichtung von teuren Konsumtiteln in günstig bewertete Aktien von Rohstoffproduzenten. Nach Einschätzung der Emerging-Markets-Experten der Deutschen AM könnte sich das Aktienklima im laufenden Jahr weiter verbessern, wobei allerdings mit Gegenwind in Form eines starken US-Dollar und steigender US-Zinsen zu rechnen ist. Dennoch sollte das Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern stärker ausfallen als in den Vorjahren, zumal die Zentralbanken der Wirtschaft bei Bedarf durch Zinssenkungen Rückenwind verleihen könnten.

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ISIN: LU0210302013, Kurs (31.01.2017): 204,75 €
Fondsvolumen: 64,4 Mio. €
Ausgabeaufschlag: 5,0 %
DWS-Risikoklasse¹: 4 von 4

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